Ein grundlegender Irrtum des Liberalismus ist die Annahme, dass das Individuum selber am besten weiß, was für es gut ist. Trägt man diese These Psychologen bzw. Psychiatern oder auch Verhaltensforschern vor, läuft man Gefahr, ganz brutal ausgelacht zu werden. Und selbst wenn diese Grundannahme richtig wäre, bedeutet das noch lange nicht, dass in einer Gesellschaft, in der jeder das für ihn Gute oder sogar Beste anstrebt, unter dem Strich für die Gemeinschaft etwas Gutes oder Richtiges herauskommt. Diese "unsichtbare Hand des Marktes" ist eine Hoffnung, bestenfalls ein frommer Wunsch, mehr nicht. Das Problem bei uns Menschen ist aber, dass wir Gemeinschaftswesen sind. Ohne diese Eigenschaft hätte es der Homo Sapiens kaum an die Spitze der Natur geschafft. Liberalismus in Reinform (!) führt nur zu einer brutalen sozialdarwinistischen Konkurrenzgesellschaft, die mit der Botschaft des Christentums unvereinbar ist.
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