10 Denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod. (2. Kor 7:10, Schlachter)
7 Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen! (Luk 15:7, Schlachter)
Der Mensch wurde geschaffen, um Gott, nicht auf sich selbst ausgerichtet zu sein. Wenn Christen ein falsches Zentrum haben, dann wird auch ihr „Evangelium“ falsch sein. Im Grunde werden heute nur zwei Evangelien gepredigt – eins, bei dem der Mensch im Zentrum steht und eines, bei dem Gott im Zentrum steht.
Das menschenzentrierte Evangelium verheißt dem Menschen, das Gott ihm alles geben wird, um das Leben auf Erden komfortabel zu machen und am Ende seines Lebens außerdem einen Platz im Himmel. Man sagt dem Menschen, daß Jesus ihm alle Sünden vergeben und alle Krankheiten heilen wird, daß Jesus ihn segnen und materiellen Erfolg geben wird, daß er alle irdischen Probleme lösen wird usw.
Bei einem solchen Menschen bleibt sein „Ich“ im Zentrum seines Lebens und Gott dreht sich um ihn – als sein Diener, der jedes Gebet erhört und ihm alles gibt, was er will! Alles was er dafür tun muß, ist zu „glauben“ und „in Jesu Namen jeden materiellen Segen in Anspruch zu nehmen“!
Das ist ein falsches Evangelium, denn von Buße ist keine Rede. Buße ist das, was Johannes der Täufer, Jesus, Paulus, Petrus und alle Apostel zuallererst predigen. Und Buße wird heute leider überhaupt nicht mehr gepredigt, nicht mal als Allerletztes.
Das Evangelium, bei dem Gott im Zentrum steht, ruft dagegen den Menschen zur Buße auf und es erklärt, was Buße bedeutet:
Sich ABZUWENDEN vom Ich als dem Zentrum des Lebens, davon,
den eigenen Willen zu tun,
selbstgewählte Wege zu gehen,
das Geld zu lieben,
die Welt und die Dinge der Welt zu lieben (die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und den Hochmut des Lebens) usw.
und sich HINZUWENDEN zu Gott,
ihn von ganzem Herzen zu lieben,
ihn zum Zentrum des Lebens zu machen und hinfort seinen Willen zu tun.
Nur dann kann der Glaube an Christi Tod am Kreuz dem Menschen seine Sünden vergeben, wenn er Buße tut und umkehrt. Dann kann er die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, die ihn befähigt, sich selbst täglich zu verleugnen und ein gottzentriertes Leben zu führen.
Das ist das Evangelium, das Jesus und die Apostel predigten.
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(Zac Poonen)
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Buße (hebräisch shuv, griechisch metanoia) bedeutet weit mehr als nur Reue oder bloße moralische Besserung. Es ist die radikale Abkehr von einem gottfernen Leben und die bewusste, völlige Hinwendung zu Gott, die eine spürbare Veränderung des Denkens und Handelns bewirkt.
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