Gottes Schöpfungsordnung für den Mann
Wenn wir Gottes Willen für uns Männer erkennen wollen, dann müssen wir beim Fundament anfangen, und dieses Fundament ist die Schöpfungsordnung Gottes. Wir finden wesentliche Grundlagen unseres Mannseins nach Gottes Gedanken im Alten Testament, und zwar schon auf den ersten Seiten der Bibel. Es ist wichtig, daß wir über Gottes gute und vollkommene Schöpfungsordnung nachdenken und den Auftrag Gottes an den Mann klar verstehen. Dieser Auftrag ist, wie alle von Gott gegebenen Lehren in der Bibel, unabhängig von irgendwelchen kulturellen Strömungen und Trends. Er galt für Adam, Noah und Abraham genauso, wie er für den »modernen Mann« des 21. Jahrhunderts gilt.
Die göttliche Schöpfungsordnung, die Mann und Frau einen ganz bestimmten Platz zuweist, ist für uns Gläubige in Christus keineswegs aufgehoben, sondern wir sind berufen, diese Schöpfungsordnung in unserem Leben in der Kraft des Heiligen Geistes auszuleben und zur Verherrlichung unseres Schöpfers zu verwirklichen! Deshalb sind die Aussagen des Schöpfungsberichtes und des ganzen Alten Testaments für uns immer noch bedeutsam. Wir finden die Schöpfungsordnung im Neuen Testament bestätigt und nicht etwa aufgelöst, wobei wir selbstverständlich das Alte Testament im Lichte des Neuen verstehen und deuten müssen (vgl. 1Kor 10,11).
Heute versucht der Widersacher den Menschen einzureden, die guten Schöpfungsordnungen Gottes in bezug auf Mann und Frau seien zeitbedingt und nur für die damalige Kultur bestimmt gewesen. In unserem Zeitalter der Aufklärung und Emanzipation würden sie nicht mehr gelten. Mehr noch, der Feind versucht auch den Christen einzureden, Gottes Ordnungen seien menschenfeindlich und würden die Entfaltung des Menschen unterdrücken.
Vielfach hört man heute auch in »evangelikalen« Kreisen solche Auffassungen, und manche scheuen sich nicht, an diesem Punkt offen die Inspiration der Heiligen Schriften zu bestreiten und behaupten, Paulus sei »patriarchalisch« und »frauenfeindlich« gewesen, weil er dem Mann eine Führungsrolle zusprach. Andere verdrehen mit rhetorischen Winkelzügen den klaren Sinn der biblischen Aussagen über Mann und Frau, bis das herauskommt, was dem modernen humanistischen Menschenbild entspricht.
Jeder wahre Gläubige, ob Mann oder Frau, sollte diesen verführerischen Stimmen widerstehen und die Aussagen der Heiligen Schrift einfältig und ehrfürchtig annehmen als geoffenbarte göttliche Wahrheit, von der das Wort aus Jes 55,8–9 gilt:
»Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.« Gottes Schöpfungsordnung ist gut und vollkommen, wie alles, was Gott gibt.
Wir wollen daran festhalten:
»Denn ich will den Namen des Herrn verkünden: Gebt unserem Gott die Ehre! Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er« (5Mo 32,3–4).
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Zum Verfasser
Rudolf Ebertshäuser, Jahrgang 1953, war lange Jahre Marxist und such-
te später im alternativen Lebensstil und in esoterischen Lehren nach dem
Sinn des Lebens. Nach seiner Bekehrung im Alter von 30 Jahren kam er
als junger Gläubiger in charismatische Kreise und arbeitete eine zeitlang
aktiv in einer charismatischen Gemeinde mit. 1992 erfolgte die völlige Loslösung
von dieser Bewegung. 1995 erschien sein Buch »Die Charismatische Bewegung
im Licht der Bibel«. Von 1995 – 2003 arbeitete er an der Revision der Schlachter-
Bibel mit. Seit einigen Jahren hält er Vorträge über die Charismatische Bewegung,
über die Bibel und über verschiedene geistliche Themen; er schreibt Bücher und
gibt biblische Aufklärungsschriften im ESRA-Schriftendienst heraus und steht
im Verkündigungs- und Hirtendienst in einer bibeltreuen Gemeinde. Er ist seit
1984 mit seiner Frau Undine verheiratet und Vater von zehn Kindern.
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